EDIT: It's happening! Join r/Mannschaft.

Hello fellow Krauts out there... I have been thinking that there should be a German-language sub for men's issues – not only for those who are not good at English but also in order to discuss more local issues and to be able to reference German media. The idea is to make things very inclusive, that is, feminists are welcome, but criticism of feminism should also be allowed, while discussion always has to subscribe to egalitarian values.

Unfortunately, I do not really know a good place to post this. So to those whom this does not address, sorry for the noise. To the mods, I hope this is OK. If you are curious what it says, check my comment below (DeepL has done a pretty decent job).

If you are interested in such a sub or have any comments on what is written below, please let me know (if you prefer, via PM or chat).

Manifest

Worum geht es?

Um den konstruktiven Austausch zu Belangen, die Männer betreffen. Das geht von Themen zum männlichen Körper über Sexualität und zwischenmenschliche Beziehungen hin zu politischen Themen und gemeinsamen Interessen, die für Männer besonders wichtig sind.

Gibt es im Internet nicht schon genug Männer? Wozu das ganze?

Ja, in vielen Teilen des Internets sind Männer überproportional vertreten. Dennoch ist es schwer, Orte zu finden, an denen Männerbelange in einer konstruktiven Atmosphäre diskutiert werden. Häufig sind diese Themen unerwünscht, oder sie stiften Unruhe, was dann zur Frustration auf allen Seiten führt. Bei Frauen wird schnell einsichtig, dass sie eigene Plattformen brauchen – für Männer gibt es das sehr selten.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Das überlassen wir der eigenen persönlichen Einschätzung. Niemand wird auf Genitalien, Geschlechtschromosomen, Bartwuchs oder Hormone kontrolliert.

Es geht Männern doch gut!

Nein, das tut es nicht. Der überwiegende Anteil der Obdachlosen sind Männer, die meisten Suizide werden durch Männer begangen. Männer konsumieren mehr Drogen und Genussmittel. Männer sterben im Mittel deutlich früher als Frauen. In weiten Teilen der Welt werden Männer gezwungen, im Wehrdienst ihr Leben aufs Spiel zu sehen, und auch in entwickelten Ländern ist es teilweise gängige Praxis, Jungen im Kindesalter unnötigen operativen Eingriffen zu unterziehen. Dass auch Männer Opfer von sexueller und häuslicher Gewalt werden, wird vielfach übersehen.

Welche Haltung habt ihr zum Feminismus?

Wir sind der Meinung, dass Männer und Frauen allgemein die gleichen Rechte und Chancen haben sollen. Diese feministischen Werte teilen wir voll und ganz. Allerdings nehmen wir zur Kenntnis, dass viele Männer ihre Belange und ihre Perspektive durch den Feminismus als politische Bewegung und Theorie nicht hinreichend vertreten sehen. Wir denken, dass Männer sich zu Geschlechterfragen ihre eigene, unabhängige Meinung bilden dürfen. Diese kann mit feministischen Positionen übereinstimmen, aber gleichzeitig müssen feministische Theorien, Äußerungen und Handlungen kritisierbar bleiben.

Wollt ihr die Zeit zurückdrehen?

Nein, im Gegenteil. Wir sehen in traditionellen Geschlechtererwartungen keinerlei Vorteile. Viele Männer wünschen sich heutzutage, eine größere Rolle in der Erziehung ihrer Kinder einzunehmen, und sehen sich dabei mit gesellschaftlichen Vorbehalten konfrontiert. Männern, die im Beruf oder im Ehrenamt viel mit anderen Kindern zu tun haben, werden unlautere Absichten unterstellt. Männern, die sich unkonventionell kleiden oder mit anderen Erwachsenen einvernehmlich Formen der Sexualität praktizieren, die traditionellen Erwartungen widersprechen, wird weiterhin häufig die Männlichkeit abgesprochen. Wir fordern mehr Akzeptanz für die individuellen Lebensentwürfe von Männern. Dabei gehört die Entscheidung, im Einvernehmen mit ihrem Umfeld traditionelle Rollen einzunehmen, aber ebenfalls respektiert.

Sollten nicht erst einmal die Belange der Frauen gelöst werden?

Wir sind der Ansicht, dass sich die Frage, wie Männer und Frauen zusammenleben wollen, nicht lösen lässt, wenn man sich dabei auf ein Geschlecht versteift. Wir erkennen, dass Männer aufgrund der Geschichte der Geschlechterverhältnisse zu ihrer Verantwortung stehen müssen; wir betrachten dies aber nicht als Gebot, jegliche Positionen, die vorgeblich im Sinne der Frauen sind, kritiklos zu übernehmen, sondern als Aufforderung, unsere eigene Perspektive in die Diskussion konstruktiv einzubringen.

Seid ihr rechts oder links?

Wir sind offen für Beiträge auf dem gesamten gemäßigten politischen Spektrum. Allgemein halten wir es für schwierig, Geschlechterthemen auf einer Links-Rechts-Skala einzuordnen, weil diese allzu häufig instrumentalisiert werden.

r/MensRights oder r/MensLib?

Wir möchten den Dialog von Menschen mit unterschiedlichen politischen Hintergründen.

Dürfen auch Nicht-Männer mitdiskutieren?

Selbstverständlich. Wichtig ist der Wille zum konstruktiven Austausch. Wir haben keine Angst vor anderen Meinungen, aber dies ist auch nicht der Ort, um die Perspektiven von Männern systematisch in Frage zu stellen.

Vorschläge für Regeln

  1. Keine persönlichen Beleidigungen, Drohungen oder andere strafbare Handlungen.
  2. Keine Diskriminierung anderer Benutzer aufgrund der Geschlechtsidentität oder anderer persönlicher Merkmale. Dies beinhaltet Versuche, jemandem den Mund zu verbieten.
  3. Keine Verunglimpfung von Gruppen von Menschen, auch nicht im Scherz. Eine Ausnahme bilden klar erkennbare Parodien, die darauf abzielen, diskriminierende Texte und Äußerungen als solche herauszustellen.
  4. Keine Äußerungen, die der Gleichberechtigung der Geschlechter entgegenstehen.
  5. Kein Pick-Up. Über die Erfahrungen von Männern bei der Partnersuche zu sprechen ist absolut in Ordnung. Strategien, die auf Manipulation von Frauen abzielen, sind es nicht.
  6. Keine Glorifizierung oder Verharmlosung von Gewalt, egal gegen wen.
  7. Keine plumpen Verallgemeinerungen. Auch wenn es Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, sind weder alle Männer noch alle Frauen untereinander gleich.
  8. Keine reinen Provokationsbeiträge oder -kommentare. Es muss ein ehrlicher Wille zum konstruktiven Dialog ersichtlich sein.